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Inhaltsangabe Judäa - Samaria Herbst 2009 - Tischri 5770

Editorial
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Shalom Exklusiv
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Rosch Haschanah 5770
    • Rechte und Pflichten [pdf]

Politik
    • Isolation und Solidarität [pdf]

Interview
    • Kraft und Entschlossenheit [pdf]
    • Im Auge des Hurrikans [pdf]

Analyse
    • Die willkürliche Karte des Nahen Ostens [pdf]
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    • Demografie [pdf]
    • Muslimischer und Arabischer Antisemitismus [pdf]

Wirtschaft
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Jordanien
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    • Jüdische Geschichte östlich des Jordans [pdf]

Judäa - Samaria
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    • Eine Viel Versprechende Zukunft [pdf]
    • Individuelle Verantwortung [pdf]
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    • Oliven und Trauben [pdf]
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    • Schomrijah [pdf]

Justiz und Verbrechen
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Kunst und Kultur
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Ethik und Judentum
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Erinnerung
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Oliven und Trauben


Von Roland S. Süssmann
Als Papst Benedikt XVI. vor kurzem bei seinem heftig umstrittenen Besuch in Israel ein Zeichen für den Frieden setzen wollte, begab er sich auf die Olivenstrasse und pflanzte einen Baum. Diese Geste hätte tatsächlich einen grossen symbolischen Wert gehabt, wenn der Papst nicht willkürlich vergessen hätte, an alle Olivenregionen zu erinnern, die in der Bibel erwähnt werden und sich in Judäa und Samaria befinden. Seine Gründe dafür sind recht leicht nachzuvollziehen, da die Olivenhaine in den jüdischen Gebieten von Judäa, Samaria und Gaza ein extrem heikles Problem darstellen. Die Araber beschuldigen nämlich regelmässig die jüdischen Einwohner dieser Regionen zu Unrecht, ihre Anbauflächen zu zerstören, ja sogar Feuer zu legen.
In Judäa, Samaria und Gaza wurde parallel zu den rudimentären, in kleinem Rahmen und mit primitiven Mitteln betriebenen Olivenhaine der Araber in der Region von Eli - Schilo - Maale Levonah (im Zentrum von Judäa-Samaria) eine ultramoderne Anlage für die Herstellung von Olivenöl errichtet. Die Gesellschaft Archiah Ltd, einst ein kleiner handwerklicher Betrieb, gilt heute als das drittgrösste Unternehmen seiner Art in Israel und exportiert ca. 350 Tonnen Öl pro Jahr. Die Produzenten beschränken sich bei der Herstellung auf 4 bis 5 Arten von Oliven, von denen die wichtigsten Arbequina, Picholine, Picual und Barnea heissen. Jede dieser Arten weist typische Geschmackseigenschaften auf (fruchtig, stark, scharf, mild etc.) und eignet sich für ganz bestimmte Gerichte.
Die Region besitzt sowohl biblische als auch pastorale und bukolische Züge. Wenn man die jüdischen und arabischen Plantagen von einem Hügel herab betrachtet, fällt einem die Struktur der jüdischen Anbauflächen auf: sie sind kompakt, gerade, bestehen wegen der ausgetüftelten Bewässerungstechnik aus Bäumen mit sehr grünen Blättern, während die arabischen Haine ziemlich chaotisch wirken. Die Produktion der arabischen Olivenbauern wird in Fässern verkauft und ist ausschliesslich für den lokalen Gebrauch bestimmt.
Archiah Ltd könnte sich noch viel stärker vergrössern, doch die Region leidet unter Wassermangel; die Olive braucht ca. 500 Liter Wasser pro Dunam (1000 m2), während Trauben nur etwa 150-180 Liter beanspruchen. Aus diesem Grund beschloss das Unternehmen Archiah, sich auch dem Anbau von Reben zu widmen und bei der Weinproduktion mit einem lokalen Weinkeller zusammenzuarbeiten.
Heute ist die Landwirtschaft in Judäa und Samaria deswegen stark auf Oliven und Trauben ausgerichtet, auch wenn daneben noch die bedeutende Branche der Schaf- und Rindfleischproduktion existiert. Im Verlauf einer Führung in der Region machte YAIR HIRSCH, einer der Leiter der Gesellschaft Archiah Ltd und Verantwortlicher der allgemeinen landwirtschaftlichen Entwicklung der Region, folgende Aussage: "Die Entwicklung der Landwirtschaft in Judäa-Samaria ist ein wichtiges Element unserer Verwurzelung in diesem Teil des Landes. Ein grosser Teil der Bevölkerung ist natürlich ausserhalb der Region berufstätig, doch es interessieren sich immer mehr Leute für die Landwirtschaft. Kleine handwerkliche Betriebe beginnen sich einen Namen zu machen, und manchmal können wir interessante Entwicklungen beobachten. So schafft es unser Unternehmen, einer Olive ungefähr 21 % ihres Öls zu entnehmen, während es einem privaten Produzenten mit ganz rudimentären Mitteln gelingt, 27-28 % Öl zu gewinnen. Die Erfahrung der einen kommt natürlich den anderen zugute, und wir setzen uns in diesem Sinne der Kooperation für die Entwicklung unserer Region im Allgemeinen und für die Landwirtschaft im Besonderen ein".


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